Globenaut

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948/Artikel 19
Zensoren sind Verbrecher!
BPjM: Trusted Censorship
Christliche Werte — Neine Danke!

Skripttipp #11: Kurz-URLs vor dem Besuch auflösen

von Globenaut am 6.9.09
1link.in
2su.de
3.ly
4url.cc
9mp.com
a.gd
a.nf
a2n.eu
adjix.com
alturl.com
arm.in
b65.us
bit.ly
bloat.me
budurl.com
buk.me
burnurl.com
canurl.com
chilp.it
chod.sk
cli.gs
clop.decenturl.com
clop.in
doiop.com
dwarfurl.com
easyuri.com
easyurl.net
faingai.notlong.com
fhurl.com
fly2.ws
fon.gs
foxyurl.com
fwd4.me
fwdurl.net
g4.ms
g8l.us
get-shorty.com
gonext.org
good.ly
gurl.es
hex.io
idek.net
ilix.in
is.gd
ix.it
j2j.de
jdem.cz
jijr.com
kisa.ch
kl.am
kore.us
kots.nu
krz.ch
kurl.us
LNK.by
lin.cr
linxfix.de
liteurl.net
litturl.com
lnk.in
lnkurl.com
lurl.no
merky.de
memurl.com
micurl.com
migre.me
miklos.dk
min2.me
minilien.com
minurl.fr
minurl.org
moourl.com
muhlink.com
myurl.in
myurl.us
nanoref.com
ndurl.com
ne1.net
nutshellurl.com
ow.ly
Puke.It
pendek.in
pic.gd
plexp.com
plurl.me
pnt.me
poprl.com
pt2.me
qr.cx
qurl.com
qurlyq.com
r.im
rde.me
redir.ec
redirx.com
rnk.me
rubyurl.com
safe.mn
sai.ly
sfu.ca
shorl.com
short.ie
short.to
shorterlink.com
shortlinks.co.uk
shortn.me
shredurl.com
shrinklink.co.uk
shrinkr.com
shrt.st
shrtn.com
shrtnd.com
shurl.net
simurl.com
smallr.com
smallr.net
smarturl.eu
smfu.in
sn.vc
snipr.com
song.ly
srnk.net
starturl.com
su.pr
surl.co.uk
tighturl.com
tini.us
tiny.cc
tiny123.com
tinylink.com
tinyurl.com
to.vg
tobtr.com
tr.im
traceurl.com
tw6.us
twip.us
twirl.at
twitpwr.com
twitthis.com
twurl.nl
u.mavrev.com
u.nu
uiop.me
unfaker.it
ur.ly
ur1.ca
url.co.uk
url.ie
url.lotpatrol.com
url9.com
urlborg.com
urlbrief.com
urlcover.com
urlcut.com
urlcutter.com
urlhawk.com
urlsmash.com
urltea.com
urlvi.be
urlzen.com
virl.com
vl.am
vtc.es
w3t.org
wapurl.co.uk
wlink.us
www.6url.com
www.canurl.com
www.digbig.com
www.ezurl.eu
www.piurl.com
www.shortenurl.com
www.timesurl.at
www.urlpire.com
www.x.se
x.vu
xrl.us
zi.ma
zz.gd

Egal ob man Kurz-URLs mag oder nicht, ob man sie für sinnvoll hält oder nicht, immer häufiger begegnet man ihnen. Man kann ihre Benutzung prinzipiell verweigern, dann kann man aber Dienste wie Twitter.com nur eingeschränkt benutzen. Auch Verfügbarkeit und Sicherheit sind diskussionswürdige Punkte, aber all dies soll jetzt hier nicht das Thema sein!

Auf jeden Fall sollte man wissen wie man ggf. zu jeder Kurz-URL die Langform erhält ohne den Link anzuklicken. Zwar bieten viele Kurz-URL-Dienstleister („URL shortener“) inzwischen auch eine Vorschaufunktion an, aber für diese gibt es keinen einheitlichen Standard, jeder kocht hier sein eigenes Süppchen. Drei Beispiele (ohne Wertung des Dienstleisters):

  1. Bit.ly: + an die Kurz-URL angehängen, http://bit.ly/4LjZ1 ⇒ http://bit.ly/4LjZ1+
  2. TinyURL.com: „preview“ einfügen, http://TinyURL.com/c8yyqr ⇒ http://preview.TinyURL.com/c8yyqr
  3. Merky.de: - vor der Kurzform einfügen, http://merky.de/prfzff ⇒ http://merky.de/-prfzff

Benötigt wird also eine dienstleisterunabhängige Methode, um die Ziel-URL zu erfahren. Die schnellse Möglichkeit liefert, wie meist, ein Bash-Skript. Die relevanten Dienste beruhen auf der standardisierten Serverrückmeldung 301, die besagt, daß eine Seite umgezogen ist und jetzt unter einer anderen URL erreichbar ist. Im Terminal kann man einfach durch Abruf der Kopfzeilen („header“) Informationen zu einer URL anfordern:

#:~>curl -Is 'http://bit.ly/4LjZ1'
HTTP/1.1 301 Moved
Server: nginx/0.7.42
Date: Mon, 10 Aug 2009 19:55:09 GMT
Content-Type: text/html; charset=utf-8
Connection: keep-alive
Location: http://kinderpornos.info/
MIME-Version: 1.0
Content-Length: 287

#:~>

Uns interessiert hier nur die Zeile „Location“, dort findet sich das Weiterleitungsziel. Mit grep und cut läßt sich nun ein kleines Bashskript erstellen, welches das eigentliche Ziel ausliest:

#!/usr/bin/env bash
#
if [ "$1" != '' ]; then
     curl -Is $1 | grep Location | cut -d ' ' -f2
else
     echo -e "\e[31mKeine URL an das Skript übergeben!\e[0m
fi

Alternativ ließe sich auch wget (wget -S --spider -d) anstelle von cURL verwenden, welches aber, im Gegensatz zu cURL, unter MacOS X nicht zur Standardinstallation gehört. Anstelle eines eigenständigen Skriptes kann man natürlich den if Bereich als function formuliert in eine Funktionenbibliothek oder direkt in die .bashrc schreiben.

Für MacOS X Anwender die der Kommandozeile nichts abgewinnen können, läßt sich mit den erwähnten Bashkommandos und etwas AppleSkript ein kleines Programm in der Menüzeile von MacOS X unterbringen, welches browser- und dienstleisterunabhängig die Langform jeder Kurz-URL anzeigt. Der Vorteil beruht darauf, daß man man den Dienstleister nicht (näher) kennen muß und immer dieselbe Befehlsfolge aufrufen kann:

  1. Link auf beliebige Art in die Zwischenablage kopieren (Text aktivieren, kopieren; Kontextmenü über dem Link, Verweis in die Zwischenablage).
  2. Menüeintrag «Kurz-URL auflösen» im Skriptmenü aufrufen.
  3. Aufgelöste URL ansehen, ggf. ändern, wegklicken oder im Standard-Browser aufrufen.

SkriptEditor öffnen und folgendes Skirpt erstellen und ausführbar unter "~/Library/Scripts" ablegen:

set Abbruch to false
set Ergebnis to ""
set Zeit to 30
set KurzURL to the clipboard
try
 set Verweis to (do shell script "curl -Is " & KurzURL & ¬
  "| grep Location | cut -d ' ' -f2")
 set Ergebnis to display dialog ¬
  "Die Ziel-URL von " & KurzURL & " lautet:" default answer Verweis ¬
  buttons {"abbrechen", "OK, ansehen..."} ¬
  with title "Kurz-URL auflösen" default button 2 cancel button 1 ¬
  giving up after Zeit
on error number -128
 set Abbruch to true
end try

if Abbruch then
else if button returned of Ergebnis is "OK, ansehen..." then
 open location text returned of Ergebnis
else if gave up of Ergebnis then
 display dialog "Mehr als " & Zeit & ¬
  " Sekunde keine Antwort." with title "Zeitüberschreitung"
end if

Das Skript setzt voraus, daß eine korrekte URL in der Zwischenablge liegt, andernfalls gibt es ungefährliche, aber unerwartete Fehlermeldungen. Die Abfrage funktioniert für alle Dienste die nach dem geschilderten Prinzip arbeiten, solange der Abruf für jeden frei zugänglich ist und sie überhaupt (noch) arbeiten. Ist ein Dienst abgeschaltet, sind die Kurz-URL für alle wertlos, da kein Zugriff mehr auf die Datenbank besteht.

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Skripttipp #10: Passwortgenerator für MacOS X und Linux

von Globenaut am 8.8.09

Für alle die öfter mal ein neues Passwort benötigen lohnt sich ein kleiner Passwortgenerator für die Kommandozeile. Unter Linux reicht hierfür ein kurzer Einzeiler, unter MacOS X Leopard sind ein paar Zeilen mehr notwendig (zumindest bis zur aktuellen Version 10.5.8), weil ein merkwürdiger Fehler von MacOS X Leopard umgangen werden muß.

Linux

Zunächst der grundlegende Teil am Beispiel Linux. Als Erstes wird mit urandom ein (pseudo)zufälliger Zeichenstrom erzeugt, der mit tr auf sinnvolle Zeichen (hier: auf der Tastatur leicht eingebbar) eingegrenzt und mittels head auf die gewollte Länge gestutzt wird.

tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c10

Der auszugebene Zeichensatz läßt sich dabei wie folgt steuern:

  • [:alnum:] nur Buchstaben und Zahlen
  • [:alpha:] nur Buchstaben
  • [:digit:] nur Zahlen
  • [:graph:] nur durckbare Zeichen, außer Leerzeichen
  • [:lower:] nur Kleinbuchstaben
  • [:upper:] nur Großbuchstaben
  • [:xdigit:] nur hexadezimale Zeichen

Dies sind nur die für Passwörter sinnvollen Parameter. Wer Anderes benötigt, möge dies mit man tr nachlesen.

MacOS X

Benutzt man unter MacOS X Leopard den Einzeiler aus dem Linuxabschnitt, erhält man eine Fehlermeldung, die auf einen Fehler in Leopard zurückgeht:

#:~>tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c10
head: can't combine line and byte counts
tr: Illegal byte sequence

Diese Fehlermeldung taucht dann auf, wenn die LOCALE in LC_ALL einen anderen Wert als C hat (auf einem deuschen System ist dies mehrheitlich de_DE.UTF-8). Um diesen Fehler zu umgehen muß man also die Variable LC_ALL entsprechend anpassen und falls man in einem längeren Skript arbeitet nachher wieder auf den ursprünglichen Wert zurücksetzen:

#!/usr/bin/env bash
#
lc=$LC_ALL
LC_ALL=C
tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c10
LC_ALL=$lc

Dieses Skript liefert das gleiche Ergebnis wie der Einzeiler unter Linux, eine zehnstellige Zeichenfolge.

Gemischtes

Man kann dieses Skript aber noch aufhübschen. Ersetzt man head -c10 durch head -c ${1:-10} kann man die Passwortlänge einfach durch Übergabe eine Wertes steuern. Wird nichts übergeben, erfolgt standardmäßig eine zehnstellige Ausgabe. Eine weitere Verbesserung könnte sein, daß die Ausgabe gleich direkt in die Zwischenablage (vgl. Skripttipp #7: Datenaustausch zwischen Zwischenablage und Terminal) geschrieben wird. Dies ist praktisch, wenn man öfter Passwörter beim Surfen benötigt. Unter Linux erfolgt dies mit xclip, unter MacOS X mit pbcopy:

tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c ${1:-10} | xclip
tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c ${1:-10} | pbcopy

Zum Abschluss noch eine runde, komplette Lösung für MacOS X.

Für Macianer die gar nicht gerne mit dem Terminal arbeiten, gibt es die Möglichkeit den Passwortgenerator in die Menüleiste zu integrieren (vgl. Skripttipp #1: Bashskripte in die Menüzeile des Finders einbinden). Die einfachste Möglichkeit ist, ein Alias auf das Skript (oder auch das Skript selber) unter »~/Library/Scripts/« abzulegen. Bei dieser Variante können dem Skriptaufruf keine Parameter übergeben werden. Daher ist es besser, ein kleines AppleSkript zu schreiben, welches das Bashskript ggf. mit entsprechenden Parametern aufruft.
Eine Komplette Lösung, also Passwortgenerator in der Menüzeile und ein Alias in der .bashrc verweisen mit unterschiedlichen Parametern auf das Bashskript:

Das Skript
#!/usr/bin/env bash
#
# Dateiname     Passwortgenerator
# Autor         Globenaut
# erstellt      08.08.2009
# geändert      08.08.2009
# Beschreibung  Erzeugt pseudozufällige Zeichenfolgen für Passworte.
# Parameter     $1: Länge der Zeichenfolge 

pb=0
Zeichenvorrat='[:graph:]'
while getopts ':abcghkxz' Schalter
do
    case "$Schalter" in
        a ) Zeichenvorrat='[:alnum:]';;
        b ) Zeichenvorrat='[:alpha:]';;
        g ) Zeichenvorrat='[:upper:]';;
        k ) Zeichenvorrat='[:lower:]';;
        x ) Zeichenvorrat='[:xdigit:]';;
        z ) Zeichenvorrat='[:digit:]';;
        c ) pb=1;;
        \? ) echo 'Abbruch, da unbekannter Schalter: -'$OPTARG; exit;;
    esac
done
shift $((OPTIND - 1))

lc=$LC_ALL
LC_ALL=C
pw=`tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c ${1:-10}`
LC_ALL=$lc
if [ $pb == 1 ]; then
    echo -n $pw | pbcopy  
else
    echo $pw
fi  

exit 0
########## Weitere Erl?uterungen zum Skript ##########
# Schalter:
# -a Alphanumerische Zeichen [:alnum:].
# -b Nur Buchstaben [:alpha:].
# -c Wenn vorhanden wird die Zeichenfolge in die Zwischenablage geschrieben, ansonsten auf stdout ausgegeben.
# -g Nur Gro?buchstaben [:upper:].
# -h Ruft diese Hilfe auf.
# -k Nur Kleinbuchstaben '[:lower:].
# -x Nur hexadezimale Zeichen [:xdigit:].
# -z Nur Ziffern [:digit:].

Das AppleSkript
tell current application
 do shell script "~/bin/Passwortgenerator -c 10"
end tell

Der Pfad zum Skript muß ggf. angepasst werden und es muß in »~/Library/Scripts/« gespeichert werden. Jetzt steht der Passwortgenerator in allen Programmen in der Menüzeile zur Verfügung (sofern das Skriptmenü aktiviert ist, vgl. Skripttipp #1). Bei Anklicken der Menüzeile wird eine 10stellige pseudozufällige Zeichenfolge in die Zwischenablage geschrieben, gebrauchsfertig zum Einsetzen in Webformulare. Achtung: Die Zeichenfolge ggf. notieren, da Passwortfelder Selbige nicht anzeigen und sie nicht reproduzierbar ist!

Das Alias
alias pw='Passwortgenerator 20'

Bei Aufruf von pw im Terminal wird eine 20stellige Zeichenfolge auf der Kommandozeile ausgegeben.

Darüberhinaus hat man noch die Möglichkeit das Bashskript mit beliebigen Paramtern aufzurufen:

#:~>Passwortgenerator 35
#:~>S,/Eqzd)GDGHeSc%:]/#tQaUXr{&`~?rFgO
#:~>Passwortgenerator -c 40

Das Skript ist so eingestellt, daß nach der Zeichenfolge kein Umbruch ausgegeben wird, wenn sie in die Zwischenablage geschrieben wird (daher echo -n $pw), bei Ausgabe auf die Kommandozeile hingegen schon.

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Skripttipp #7: Datenaustausch zwischen Zwischenablage und Terminal

von Globenaut am 21.7.09

Der erste Teil beschreibt das Verfahren für MacOS X, weiter unten folgen dann Hinweise für Linux.

Besonders hilfreich sind die nachfolgend beschriebenen Funktionen beim Schreiben von Dokumentationen (bspw. Verzeichnislisten, Dateiinhalte) zur Weiterverabritung von Suchergebnissen oder auch mal zur Übertragung eines längeren Passwortes ohne Intermediärdatei.

MacOS X

Mac-Benutzer sind es seit den Anfängen gewohnt mittels Einfügen und Einsetzen Daten über die Zwischenablage zwischen Programmen auszutauschen. Seit MacOS X hat auch das klassische UNIX-Terminal Einzug gehalten, mit dem auch dann und wann Daten von Programmen der grafischen Oberfläche ausgetauscht werden sollen. Die beiden klassischen Wege über Kopieren und Einsetzten bzw. Drag & Drop funktionieren wie gewohnt, aber es gibt noch eine dritte Möglichkeit, die mehr Funktionalität bietet und oft auch schneller ist. Daher heute ein paar Tipps zu einem meinem Eindruck nach wenig bekannten, aber äußerst nützlichen Befehlspaar unter MacOS X: pbpaste und pbcopy.[1] Sie sind Bestandteil von MacOS X, daher ist keinerlei Installation notwendig. Mittels dieser beiden Terminalprogramme kann man Daten vom Terminal direkt in die Zwischenablage (pbcopy) bzw. aus der Zwischenablage (pbpaste) in das Terminal — genauer nach stdin — schreiben:

#:~>cat Test.txt | pbcopy
#:~>

Alternativ läßt sich auch mit der Ausgabeumleitung arbeiten:

#:~>pbcopy < Test.txt
#:~>

Eine Kopie des Inhaltes der Datei Test.txt befindet sich jetzt in der Zwischenablage. Dies ist deutlich schneller als das Aktivieren der Ausgabe im Terminalfenster oder das Anlegen einer temporären Datei und Öffnen dieser im Programm der grafischen Oberfläche (sofern sich dort überhaupt eine Textdatei öffnen läßt). Dies funktioniert natürlich auch mit jedem anderem Terminalprogramm oder Skript, welches eine Ausgabe auf stdout liefert:

#:~>ls -Ghl | pbcopy
#:~>grep blabla Test.txt | pbcopy
#:~>Mein_Skript.sh | pbcopy
#:~>

Pbcopy bietet die wohl schnellste Möglichkeit die Ergebnisse von Terminalprogrammen in die grafische Oberfläche zu bekommen. Allerdings kann ein Fallstrick entstehen, wenn man fälschlicherweise anstelle der Pipeline (|), die Ausgabeumleitung (>) benutzt:

#:~>Mein_Skript.sh > pbcopy
#:~>

Das funktioniert zwar fehlerfrei, führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Alle Ausgaben von Mein_Skript.sh werden durch die Ausgabeumleitung in eine neu angelegte Textdatei namens pbcopy geschrieben. Das Programm pbcopy wird weder ausgeführt, noch muss es überhaupt vorhanden sein! Ein einfaches ls im Terminal zeigt es.

Richtig interessant wird pbcopy aber erst im Netzwerk, denn es kann zum schnellen Datentransfer zwischen zwei Rechnern benutzt werden. Angenommen man möchte den Inhalt einer Textdatei von einem entfernten Rechner in die Zwischenablage des eigenen Rechners holen:

#:~>ssh User@Entfernter_Rechner "cat Test.txt" | pbcopy
User@Entfernter_Rechner password:
#:~>

Die Datei Test.txt wird auf dem entfernten Rechner ausgelesen, über das Netzwerk nach stdout auf dem eigenen Rechner transferiert und über die Pipeline direkt in die Zwischenablage geschrieben.

Das eigentlich bemerkenswerte an dieser Befehlsfolge ist aber, daß auf dem entfernten Rechner weder MacOS X, noch pbcopy vorhanden sein müssen! Es funktioniert mit jedem Rechner, sofern man sich dort mittels SSH einloggen kann. Etwas anders sieht der Fall aus, wenn man sich erst auf dem entfernten Rechner eingeloggt hat und dann versucht mit pbcopy zu arbeiten:

#:~>ssh User@Entfernter_Rechner
User@Entfernter_Rechner password:
User@Entfernter_Rechner:~>cat Test.txt | pbcopy
#:~>

In diesem Falle arbeitet man mit stdin und stdout auf dem entfernten Rechner, d.h. es wird pbcopy auf dem entfernten Rechner und somit i.d.R. MacOS X benötigt. Außerdem würde diese Befehlsfolge den Inhalt der Datei in Zwischenablage des entfernten Rechners schreiben (was unter bestimmten Bedingungen auch durchaus sinnvoll sein kann) und nicht über das Netzwerk auf den eigenen Rechner transferieren.

Ein weiteres Anwendungsgebiet von pbcopy und pbpaste kann in Kombination mit dem do shell-Befehl von AppleSkript liegen, auch wenn AppleSkript einen eigenen Befehl zum Zugriff auf die Zwischenablage (the clipboard) bietet.

Linux

Unter Linux und in X11-Umgebungen leisten xsel und xclip analoge Funktionalität. Ubuntu-Benutzer müssen xclip und xsel noch nachinstallieren, was auf der Kommandozeile mit einem einfachen sudo apt-get install xclip bzw. sudo apt-get install xsel gemacht wird. Der Ablauf sollte ungefähr wie folgt aussehen:

#:~>sudo apt-get install xclip
Paketlisten werden gelesen... Fertig
Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut       
Lese Status-Informationen ein... Fertig
Die folgenden NEUEN Pakete werden installiert:
  xclip
0 aktualisiert, 1 neu installiert, 0 zu entfernen und 117 nicht aktualisiert.
Es müssen 16,6kB an Archiven heruntergeladen werden.
Nach dieser Operation werden 77,8kB Plattenplatz zusätzlich benutzt.
Hole:1 http://de.archive.ubuntu.com jaunty/universe xclip 0.08-8 [16,6kB]
Es wurden 16,6kB in 4s geholt (3403B/s)
Wähle vormals abgewähltes Paket xclip.
(Lese Datenbank ... 104291 Dateien und Verzeichnisse sind derzeit installiert.)
Entpacke xclip (aus .../archives/xclip_0.08-8_i386.deb) ...
Verarbeite Trigger für man-db ...
Richte xclip ein (0.08-8) ...
#:~>apt-get install xsel
[sudo] password for Globenaut:
Paketlisten werden gelesen... Fertig
Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut       
Lese Status-Informationen ein... Fertig
Die folgenden NEUEN Pakete werden installiert:
  xsel
0 aktualisiert, 1 neu installiert, 0 zu entfernen und 117 nicht aktualisiert.
Es müssen 19,2kB an Archiven heruntergeladen werden.
Nach dieser Operation werden 86,0kB Plattenplatz zusätzlich benutzt.
Hole:1 http://de.archive.ubuntu.com jaunty/universe xsel 1.2.0-1 [19,2kB]
Es wurden 19,2kB in 0s geholt (39,3kB/s)
Wähle vormals abgewähltes Paket xsel.
(Lese Datenbank ... 104284 Dateien und Verzeichnisse sind derzeit installiert.)
Entpacke xsel (aus .../archives/xsel_1.2.0-1_i386.deb) ...
Verarbeite Trigger für man-db ...
Richte xsel ein (1.2.0-1) ...
#:~>

Wie fast immer unter Linux erhält man mit xclip -h oder man xclip Informationen zur Benutzung von xclip und analog für xsel.
Für das Schreiben der Daten in die Zwischenablage gibt es, wie meistens, mehrere Wege:

#:~>xclip Test.txt
#:~>
#:~>cat Test.txt | xclip
#:~>

Von der Zwischenablage ins Terminal kann man es so machen:

#:~>xclip -o
#:~>Ich bin Text aus der Zwischenablage von Ubuntu.

Wie schon im Abschnitt von MacOS X, kann man eine Datei direkt übers Netzwerk in die Zwischenablage einlesen, ohne daß auf dem entfernten Rechner die Terminalprogramme vorhanden sein müssen. Eine ssh-Verbindung reicht aus:

#:~>ssh User@Entfernter_Rechner "cat Test.txt" | xclip
User@Entfernter_Rechner password:
#:~>

Da UNIX im Grunde meherere Zwischenablagen [2] kennt, kann man diese auch gezielt ansprechen, wenn es notwendig sein sollte. Meist reicht aber die Voreinstellung aus.

#:~>ssh User@Entfernter_Rechner "cat Test.txt" | xclip -selection clipboard -i
User@Entfernter_Rechner password:
#:~>

Wer in diesem Falle öfter Daten vom Terminal in die Zwichenablage übertragen muß, sollte sich ein alias in der .bashrc anlegen, damit alles was an xclip geleitet wird, automatisch in der Zwischenablage landet:

alias xclip -selection clipboard

  1. http://developer.apple.com/DOCUMENTATION/Darwin/Reference/ManPages/man1/pbcopy.1.html
  2. http://standards.freedesktop.org/clipboards-spec/clipboards-latest.txt

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Passwort unter MacOS X zurücksetzen

von Globenaut am 2.7.09

Dies ist weder der erste, schon gar nicht der einzigste Eintrag im Netz zu diesem Thema, aber er ist mein Eintrag! Im Falle des Falles weiß ich, daß hier die Lösung steht, denn de facto benötige ich die Kommandos nie. Außerdem möchte ich mich ím Notfall nicht erst mit der Karrikatur einer technischen Anleitung befassen müssen [1, 2]:

Wie kann ich ein Mac OS X System
Sofern nicht bewusst geändert, Ihr Schlüsselbund-Kennwort ist verpflichtet, Ihnen die Original-Administrator-Passwort. [...] Mit der folgenden Methode, um Ihr Administrator-Passwort wird von Ihnen verlangen, um weitere Schritte, um auch Ihr Schlüsselbund-Kennwort. [...]

Wie kann ich ein Mac OS X Schlüsselbund Passwort vergessen?
Ihr Standard-Schlüsselbund bindet an Ihren Administrator-Kennwort auf die Schaffung und wird dies auch weiterhin zu aktualisieren, wenn Sie Ihre Administrator-Passwort über die Konten-Menü. [...] Werden Sie nicht mehr in der Lage, jede keychain, dass eine Passwort an Ihre Passwörter.

Wenn man soetwas liest, fragt man sich schon, ob es nicht doch sinnvoll ist, den Straftatbestand der Lingualvergewaltigung einzuführen. Aber jetzt Butter bei die Fische. Je nach Ausgangslage gibt es mehrere Möglichkeiten:

Lösung 1: Ohne Original-Medium (CD/DVD) — Klassischer UNIX-Ansatz zum zurücksetzen eines Passwortes
Den Mac durch Drücken von Cmd (Apfel) + S beim Hochfahen im Modus „Single User“ starten und dann dort folgendes im Terminal (sh /etc/rc) eingeben:
#:~>passwd Benutzername
#:~>reboot
Lösung 2: Ohne Original-Medium (CD/DVD)
Den Mac durch Drücken von Cmd (Apfel) + S beim Hochfahen im Modus „Single User“ starten und dann dort folgendes im Terminal eingeben:
#:~>fsck -y
#:~>mount -uaw /
#:~>rm /var/db/.AppleSetupDone
#:~>reboot

Je nachdem was sich vorher ereignet hat, kann ein kurzer Test des Dateisystems sinnvoll sein, daher das optionale fsck -y am Anfang. Nach einem Neustart wird man aufgefordert einen Benutzer mit Administratorrechten anzulegen. Mit diesem neuen Adminsitrator kann dann das Passwort des urprünglichen Nutzers zurückgesetzt werden.

Lösung 3: Ohne Original-Medium (CD/DVD)
Den Mac durch Drücken von Cmd (Apfel) + S beim Hochfahen im Modus „Single User“ starten und dann dort folgendes im Terminal (sh /etc/rc) eingeben:
#:~>mount -uw /
#:~>launchctl load /System/Library/Launchdaemons/com.apple.DirectoryServices.plist
#:~>dscl - -delete /Users/[Benutzername]/ AuthenticationAuthority
#:~>passwd Benutzername
#:~>reboot

Also zuerst Passwort löschen, dann Passwort wieder setzen. Am besten altes Passwort wieder setzten, da die Anmeldung am Schlüsselbund noch mit dem alten Passwort erfolgen muss.

Lösung 4: Mit Original-CD (DVD)
Die Originalanleitung findet sich bei Apple im Artikel #106156. [3]
  1. Rechner mit gedrückter „C-Taste“ von der Mac-OS-X-Installations-CD starten.
  2. Im Menü „Installer“ („Dienstprogramme“) die Option „Kennwort zurücksetzen“ wählen.
  3. Im Ausklappmenü den Administrator auswählen und im Menü „Flagge“ unter „Andere Eingabequellen“ „Deutsch“ auswählen um die deusthe Tastaturbelegung zu erhalten. Erst jetzt das neue Passwort eingeben. Am besten ist sowieso zunächst ein einfaches Passwort ohne Sonderzeichen zu vergeben und dieses erst nach dem Neustart des eigentlichen Systems unter „Systemeinstellungen > Benutzer“ durch ein Sichereres zu ersetzen.
  4. Sichern.
  5. Installationsprogramm über „Installer - Aktualisierer beenden“ verlassen.
  6. Rechner neu starten.

  1. Wie kann ich ein Mac OS X System
    http://de.tech-faq.com/reset-mac-os-x-admin-password.shtml
  2. Wie kann ich ein Mac OS X Schlüsselbund
    http://de.tech-faq.com/reset-mac-os-x-keychain-password.shtml
  3. Mac OS X: Benutzerkennwort ändern oder zurücksetzen
    http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=106156-de

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Skripttipp #4: E-Mail bei Mailinator automatisch abholen

von Globenaut am 11.4.09

Wer den Mailinator und seine Verwandten benutzt, hat unter Umständen das Problem, daß er einerseits nicht weiß wann die erwartete e-Mail eintrifft, andererseits aber Mailinator selbige nach ein paar Stunden löscht. Dies läßt sich durch ein kleines Bashskript beheben, welches die e-Mails abholt.

Was macht das Skript genau?

  1. Für jeden Skriptaufruf wird ein eigener Ordner angelegt, wobei sich der Ordnername aus e-Mailadresse, Datum und Uhrzeit zusammensetzt: Test@Mailinator.com_2009.04.11-1351.
  2. Die Liste mit den eingegangenen Mails wird heruntergeladen. Wenn es nicht erfolgreich war endet die Ausführung.
  3. Jetzt wird jede e-Mail einzeln heruntergeladen und in einer eigenen Datei abgelegt, wobei als Dateiname der Betreff der jeweiligen e-Mail genommen wird.
  4. Abschließend wird die Datei mit der Liste der Eingangsmails sicher gelöscht. Im Ordner verbleiben verbleiben nur die Dateien mit den e-Mails. Ist keine e-Mail eingetroffen, bleibt ein leerer Ordner zurück, um eine einfache Kontrolle der Skriptausführung zu haben.
#!/usr/bin/env bash
# Skript       Mailinatorabfrage
# Beschreibung Holt e-Mail von Mailinator.com ab.
# Parameter    $1: Die e-Mailadresse die abgefragt werden soll; optional.
#              $2: Der Pfad wo die Mail(s) gespeichert werden sollen; optional.

Mailadresse=${1:-'Test@mailinator.com'}
Pfad=${2:-$HOME'/Downloads/'}${Mailadresse}_$(date "+%Y.%m.%d-%H%M")
Domain='http://'${Mailadresse#*@}
URL_Fach=$Domain'/maildir.jsp?email='${Mailadresse%@*}'&x=0&y=0'
Inhalt='maildir.html'
mkdir $Pfad
cd $Pfad
curl -A "Anonymous" $URL_Fach -o $Inhalt
if [ -e $Inhalt ]; then
    for Zeile in $(cat $Inhalt | grep -Eio '/showmail.jsp([^>])*')
    do
        Betreff=$(grep -Eio "${Zeile#*&}.*</a>" < $Inhalt)
        Betreff=${Betreff#*>}
        Betreff=${Betreff%<*}
        curl -A 'Anonymous' ${Domain}${Zeile%>*} -o "$Betreff"'.html'
    done
    srm -srf $Inhalt
fi

Das Skript hat zwei optionale Parameter

  1. $1: Die e-Mailadresse die abgefragt werden soll; wird keine angegeben wird 'Test@mailinator.com' genommen.
  2. $2: Der Pfad wo die Mail(s) gespeichert werden sollen; wird kein Pfad angegeben, erfolgt die Speicherung in einem Ordner im Download-Ordner des jeweiligen Anwenders (Letzteres gilt für MacOS X, Linuxer müssen den Pfad ggf. anpassen).

Die regelmäßige Ausführung des Skriptes ist unter Linux ein cron-Job, unter MacOS X wird eine separate plist-Datei benötigt. Der Aufbau ist relativ einfach, zur Erstellung werden folgende Angaben benötigt:

  1. Die abzufragende e-Mailadresse, bspw. Test@Mailinator.com
  2. Ein sinnvoller Name des Jobs, bspw. Mailinator.Test
  3. Name des Skriptes und sein Ablageort, bspw. /Users/Loginname/bin/Mailinatorabfrage
  4. Der zeitliche Abstand in dem das Skript ausgeführt werden soll in Sekunden, bspw. 3600 (= stündlich)

Ausgehend von diesen Annahmen kann mit jedem beliebigen Texteditor die plist erstellt werden:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple//DTD PLIST 1.0//EN" "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd">
<plist version="1.0">
<dict>
 <key>KeepAlive</key>
 <false/>
 <key>Label</key>
 <string>Mailinator.Test</string>
 <key>ProgramArguments</key>
 <array>
  <string>/Users/Loginname/bin/Mailinatorabfrage</string>
  <string>Test@mailinator.com</string>
 </array>
 <key>RunAtLoad</key>
 <true/>
 <key>StartInterval</key>
 <integer>3600</integer>
</dict>
</plist>

Die Datei jetzt noch als reinen Text unter dem Namen »Mailinator.Test.plist« in »~/Librqary/LaunchAgents« speichern.

Die Angaben unter <array> sind übrigens nichts anderes als ein Skriptaufruf im Terminal mit Parameter:

#:~/bin>Mailinatorabfrage Test@mailinator.com

Ab dem nächsten Neustart wird dann jede Stunde dieses Skript ausgeführt. Eleganter steuert man es aber über die Kommandozeile. Jeweils eines der nachfolgenden (selbsterklärenden ?) Kommandos im Terminalfenster aufrufen:

#:~/Library/LaunchAgents>launchctl load Mailinator.Test.plist
#:~>launchctl start Mailinator.Test
#:~>launchctl list Mailinator.Test
#:~>launchctl stop Mailinator.Test
#:~/Library/LaunchAgents>launchctl unload Mailinator.Test.plist
#:~>launchctl help

Wie auch bei anderen Dingen, sollte man Fairness walten lassen und die automatishe Abfrage nicht unnötig und immerwährend laufen lassen. Der Zeitraum in dem Mails eintreffen können ist ja meist auf wenige Stunden beschränkt. Es ist aber gut geeingnet längere Arbeitspausen oder die Nacht abzudecken.

Wer seine eingehenden Mails nur so Abfragen und speichern will kann das Skript natürlich auch direkt im Terminal aufrufen oder in ein kleines AppleSkript einbetten und per Menü im Finder aufrufen:

tell application "Finder"
 activate
 do shell script "Mailinatorabfrage 'Test@mailinator.com'"
end tell

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Backupintervall bei Apples TimeMachine ändern

von Globenaut am 11.11.08

Standardmäßig erstellt TimeMachine stündlich eine Sicherungskopie der zuletzt geänderten Dateien. Wem die stündliche Sicherung nicht gefällt, kann den Zeitabstand nach seinen Vorstellungen anpassen. Mir einem beliebigen Texteditor die Datei »/System/Library/LaunchDaemons/com.apple.backupd-auto.plist« öffnen und den Sicherungsintervall in Sekunden eintragen:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple Computer//DTD PLIST 1.0//EN" "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd">
<plist version="1.0">
<dict>
 <key>Label</key>
 <string>com.apple.backupd-auto</string>
 <key>ProgramArguments</key>
 <array>
  <string>/System/Library/CoreServices/backupd.bundle/Contents/Resources/backupd-helper</string>
  <string>-auto</string>
 </array>
 <key>StartInterval</key>
 <integer>3600</integer>
 <key>RunAtLoad</key>
 <false/>
 <key>KeepAlive</key>
 <false/>
</dict>
</plist>

Der Wert zwischen <integer></integer> gibt den Backupintervall in Sekunden an (hier: 3600 = 1 Std.). Zum Ändern der Datei werden Administratorrechte benötigt.

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Skripttipp #3: Mehrere Dateinamen in die Zwischenablage kopieren

von Globenaut am 5.5.08

Der Finder hat keinen Befehl um nur die Dateinamen der aktuellen Auswahl in die Zwischenablage zu kopieren. Ein kleines AppleSkript erledigt diese Aufgabe:

tell application "Finder"
 set Liste to selection
 set Namen to ""
 repeat with i in Liste
  tell i
   set Namen to Namen & (name of i) & return
  end tell
 end repeat
end tell
set the clipboard to Namen

Skript in »~/Library/Scripts/Applications/Finder« speichern und schon erscheint im Script-Menü, sofern der Finder vorne ist, ein entsprechender Eintrag. Falls nicht, ist evtl. das Script-Menü deaktiviert, näheres dazu hier.

Das Skript kopiert die Dateinamen wie sie im Finder angezeigt werden! Also je nach Einstellung für jede Datei, mit oder ohne Erweiterung.

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Skripttipp #1: Bashskripte in die Menüzeile des Finders einbinden

von Globenaut am 25.3.08

Gleich vorneweg, dieser Tipp ist nur für Benutzer von MacOS X sinnvoll, da er erklärt wie man Shellskripte in die Menüs der grafischen Benutzeroberfläche („Finder“) einbinden kann.

Apple bietet zwar seit Jahren die hauseigene Skriptsprache AppleSkript an, aber deren Beliebtheit hält sich irgendwie in Grenzen. Für viele Dinge ist sie einfach zu unhandlich. Seit Erscheinen von MacOS X steht dem Anwender auch die Welt der Bash mit ihren unzähligen Skripten offen. Oftmals ist es einfacher, ein fertiges Bashskript anzupassen, als das gleiche Problem (noch einmal) mit AppleSkript zu lösen. Doch nicht jeder möchte oder kann im Terminal arbeiten. In solchen Fällen kann man mit Hilfe eines kleinen AppleSkriptes jedes beliebige Bashskript über die Menüzeile aufrufen, denn AppleSkript kennt folgenden praktischen Befehl: do shell script "Skriptname einfügen".[1] Das einfachste AppleSkript sieht damit wie folgt aus:

tell application "Finder"
 activate
 do shell script "Skriptname einfügen"
end tell

Erfodert das Bashskript Parameter in Anführungszeichen, müssen diese in einfache Anführungseichen gesetzt werden oder durch \" maskiert werden:

tell application "Finder"
 activate
 do shell script "Skriptname einfügen 'Parameter einfügen'"
end tell

Der Befehl eignet sich natürlich auch, um in AppleSkpriten Ergebnisse aus der Bash zu verwenden:

tell application "Finder"
 activate
 ...
 set Woche to (do shell script "date '+%V'")
 set Tag to (do shell script "date '+%u'")
 ...
end tell

Jetzt muß das AppleSkript noch in der Menüzeile erscheinen:

  1. Sofern noch nicht geschehen, Script-Menü aktivieren:
    1. AppleScript-Dienstprogramm öffnen
    2. »Skriptmenü in der Menüleiste anzeigen« ankreuzen
  2. AppleSkript ablegen in »~/Library/Scripts/«

Wurde alles richtig gemacht, erscheint jetzt im ScriptMenü in der Menüzeile ein Eintrag mit dem Namen des AppleSkriptes. Durch Anlegen von Unterordnern behält man im Scripts-Ordner die Übersicht (Unterordner werden automatisch als Untermenüs dargestellt). Besondere Bedeutung kommt hierbei dem Unterordner »Applications« zu. Legt man in diesem Ordner weitere Unterordner mit einem Programmnamen an, erscheinen die darin abgelegten Skripte nur dann, wenn das Programm läuft und sich vorne befindet.

Es gibt noch einen zweiten Weg um schnell BashSkriptaufrufe mit dem Finder zu verbinden:

  1. Automator öffnen
  2. »Bibliothek einblenden« wählen
  3. Doppelklick auf »Shell-Skript« ausführen
  4. Skriptname eingeben
  5. »Sichern« aufrufen und dort Dateiformat »Programm« wählen und ebenfalls in »~/Library/Scripts/« an geeigneter Stelle ablegen.

Man könnte auch direkt ein Alias auf das Skript oder das Skript selber unter »~/Library/Scripts/« ablegen. Diese Variante hat aber den Nachteil, daß dem Aufruf keine Parameter für das Skript übergeben werden können. Daher ist es flexibler, die Möglichkeit mit dem AppleSkript zu benutzen.


Zum Abschluss ein kleines praktisches Anwendungsbeispiel der Verbidnung zwischen Bash, AppleSkript und grafischer Benutzoberfläche. Das Skript »Hole Wochenlog« holt mit dem Programm Interarchy von einem ftp-Server mittels sftp das jeweils aktuelle Wochenlog (z. B. access.log.08.gz) ab und legt es im richtigen Ordner ab:

tell application "Interarchy"
 activate
 show wTransfers
 
 set Jahr to year of (current date)
 set Woche to (do shell script "date '+%V'")
 set Tag to (do shell script "date '+%u'")
 if Woche < 10 then
  set Woche to "0" & Woche
 end if
 set Logdatei to "access.log." & Woche & "." & Tag
 
 set Ablageort to "Festplatte:Users:Anmibe:Homepage:Logs:access.logs "¬
  & Jahr & ":" & Logdatei
 fetch file Ablageort host "ftp.Domnain.xy" path "logs/" & Logdatei ¬
 user "xyz" protocol SFTPProtocol
end tell

  1. Technical Note TN2065 do shell script in AppleScript
    http://developer.apple.com/technotes/tn2002/tn2065.html

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