Globenaut

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948/Artikel 19
Zensoren sind Verbrecher!
BPjM: Trusted Censorship
Christliche Werte — Neine Danke!

Skripttipp #11: Kurz-URLs vor dem Besuch auflösen

von Globenaut am 6.9.09
1link.in
2su.de
3.ly
4url.cc
9mp.com
a.gd
a.nf
a2n.eu
adjix.com
alturl.com
arm.in
b65.us
bit.ly
bloat.me
budurl.com
buk.me
burnurl.com
canurl.com
chilp.it
chod.sk
cli.gs
clop.decenturl.com
clop.in
doiop.com
dwarfurl.com
easyuri.com
easyurl.net
faingai.notlong.com
fhurl.com
fly2.ws
fon.gs
foxyurl.com
fwd4.me
fwdurl.net
g4.ms
g8l.us
get-shorty.com
gonext.org
good.ly
gurl.es
hex.io
idek.net
ilix.in
is.gd
ix.it
j2j.de
jdem.cz
jijr.com
kisa.ch
kl.am
kore.us
kots.nu
krz.ch
kurl.us
LNK.by
lin.cr
linxfix.de
liteurl.net
litturl.com
lnk.in
lnkurl.com
lurl.no
merky.de
memurl.com
micurl.com
migre.me
miklos.dk
min2.me
minilien.com
minurl.fr
minurl.org
moourl.com
muhlink.com
myurl.in
myurl.us
nanoref.com
ndurl.com
ne1.net
nutshellurl.com
ow.ly
Puke.It
pendek.in
pic.gd
plexp.com
plurl.me
pnt.me
poprl.com
pt2.me
qr.cx
qurl.com
qurlyq.com
r.im
rde.me
redir.ec
redirx.com
rnk.me
rubyurl.com
safe.mn
sai.ly
sfu.ca
shorl.com
short.ie
short.to
shorterlink.com
shortlinks.co.uk
shortn.me
shredurl.com
shrinklink.co.uk
shrinkr.com
shrt.st
shrtn.com
shrtnd.com
shurl.net
simurl.com
smallr.com
smallr.net
smarturl.eu
smfu.in
sn.vc
snipr.com
song.ly
srnk.net
starturl.com
su.pr
surl.co.uk
tighturl.com
tini.us
tiny.cc
tiny123.com
tinylink.com
tinyurl.com
to.vg
tobtr.com
tr.im
traceurl.com
tw6.us
twip.us
twirl.at
twitpwr.com
twitthis.com
twurl.nl
u.mavrev.com
u.nu
uiop.me
unfaker.it
ur.ly
ur1.ca
url.co.uk
url.ie
url.lotpatrol.com
url9.com
urlborg.com
urlbrief.com
urlcover.com
urlcut.com
urlcutter.com
urlhawk.com
urlsmash.com
urltea.com
urlvi.be
urlzen.com
virl.com
vl.am
vtc.es
w3t.org
wapurl.co.uk
wlink.us
www.6url.com
www.canurl.com
www.digbig.com
www.ezurl.eu
www.piurl.com
www.shortenurl.com
www.timesurl.at
www.urlpire.com
www.x.se
x.vu
xrl.us
zi.ma
zz.gd

Egal ob man Kurz-URLs mag oder nicht, ob man sie für sinnvoll hält oder nicht, immer häufiger begegnet man ihnen. Man kann ihre Benutzung prinzipiell verweigern, dann kann man aber Dienste wie Twitter.com nur eingeschränkt benutzen. Auch Verfügbarkeit und Sicherheit sind diskussionswürdige Punkte, aber all dies soll jetzt hier nicht das Thema sein!

Auf jeden Fall sollte man wissen wie man ggf. zu jeder Kurz-URL die Langform erhält ohne den Link anzuklicken. Zwar bieten viele Kurz-URL-Dienstleister („URL shortener“) inzwischen auch eine Vorschaufunktion an, aber für diese gibt es keinen einheitlichen Standard, jeder kocht hier sein eigenes Süppchen. Drei Beispiele (ohne Wertung des Dienstleisters):

  1. Bit.ly: + an die Kurz-URL angehängen, http://bit.ly/4LjZ1http://bit.ly/4LjZ1+
  2. TinyURL.com: „preview“ einfügen, http://TinyURL.com/c8yyqrhttp://preview.TinyURL.com/c8yyqr
  3. Merky.de: - vor der Kurzform einfügen, http://merky.de/prfzffhttp://merky.de/-prfzff

Benötigt wird also eine dienstleisterunabhängige Methode, um die Ziel-URL zu erfahren. Die schnellse Möglichkeit liefert, wie meist, ein Bash-Skript. Die relevanten Dienste beruhen auf der standardisierten Serverrückmeldung 301, die besagt, daß eine Seite umgezogen ist und jetzt unter einer anderen URL erreichbar ist. Im Terminal kann man einfach durch Abruf der Kopfzeilen („header“) Informationen zu einer URL anfordern:

#:~>curl -Is 'http://bit.ly/4LjZ1'
HTTP/1.1 301 Moved
Server: nginx/0.7.42
Date: Mon, 10 Aug 2009 19:55:09 GMT
Content-Type: text/html; charset=utf-8
Connection: keep-alive
Location: http://kinderpornos.info/
MIME-Version: 1.0
Content-Length: 287

#:~>

Uns interessiert hier nur die Zeile „Location“, dort findet sich das Weiterleitungsziel. Mit grep und cut läßt sich nun ein kleines Bashskript erstellen, welches das eigentliche Ziel ausliest:

#!/usr/bin/env bash
#
if [ "$1" != '' ]; then
     curl -Is $1 | grep Location | cut -d ' ' -f2
else
     echo -e "\e[31mKeine URL an das Skript übergeben!\e[0m
fi

Alternativ ließe sich auch wget (wget -S --spider -d) anstelle von cURL verwenden, welches aber, im Gegensatz zu cURL, unter MacOS X nicht zur Standardinstallation gehört. Anstelle eines eigenständigen Skriptes kann man natürlich den if Bereich als function formuliert in eine Funktionenbibliothek oder direkt in die .bashrc schreiben.

Für MacOS X Anwender die der Kommandozeile nichts abgewinnen können, läßt sich mit den erwähnten Bashkommandos und etwas AppleSkript ein kleines Programm in der Menüzeile von MacOS X unterbringen, welches browser- und dienstleisterunabhängig die Langform jeder Kurz-URL anzeigt. Der Vorteil beruht darauf, daß man man den Dienstleister nicht (näher) kennen muß und immer dieselbe Befehlsfolge aufrufen kann:

  1. Link auf beliebige Art in die Zwischenablage kopieren (Text aktivieren, kopieren; Kontextmenü über dem Link, Verweis in die Zwischenablage).
  2. Menüeintrag «Kurz-URL auflösen» im Skriptmenü aufrufen.
  3. Aufgelöste URL ansehen, ggf. ändern, wegklicken oder im Standard-Browser aufrufen.

SkriptEditor öffnen und folgendes Skirpt erstellen und ausführbar unter "~/Library/Scripts" ablegen:

set Abbruch to false
set Ergebnis to ""
set Zeit to 30
set KurzURL to the clipboard
try
 set Verweis to (do shell script "curl -Is " & KurzURL & ¬
  "| grep Location | cut -d ' ' -f2")
 set Ergebnis to display dialog ¬
  "Die Ziel-URL von " & KurzURL & " lautet:" default answer Verweis ¬
  buttons {"abbrechen", "OK, ansehen..."} ¬
  with title "Kurz-URL auflösen" default button 2 cancel button 1 ¬
  giving up after Zeit
on error number -128
 set Abbruch to true
end try

if Abbruch then
else if button returned of Ergebnis is "OK, ansehen..." then
 open location text returned of Ergebnis
else if gave up of Ergebnis then
 display dialog "Mehr als " & Zeit & ¬
  " Sekunde keine Antwort." with title "Zeitüberschreitung"
end if

Das Skript setzt voraus, daß eine korrekte URL in der Zwischenablge liegt, andernfalls gibt es ungefährliche, aber unerwartete Fehlermeldungen. Die Abfrage funktioniert für alle Dienste die nach dem geschilderten Prinzip arbeiten, solange der Abruf für jeden frei zugänglich ist und sie überhaupt (noch) arbeiten. Ist ein Dienst abgeschaltet, sind die Kurz-URL für alle wertlos, da kein Zugriff mehr auf die Datenbank besteht.

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Skripttipp #10: Passwortgenerator für MacOS X und Linux

von Globenaut am 8.8.09

Für alle die öfter mal ein neues Passwort benötigen lohnt sich ein kleiner Passwortgenerator für die Kommandozeile. Unter Linux reicht hierfür ein kurzer Einzeiler, unter MacOS X Leopard sind ein paar Zeilen mehr notwendig (zumindest bis zur aktuellen Version 10.5.8), weil ein merkwürdiger Fehler von MacOS X Leopard umgangen werden muß.

Linux

Zunächst der grundlegende Teil am Beispiel Linux. Als Erstes wird mit urandom ein (pseudo)zufälliger Zeichenstrom erzeugt, der mit tr auf sinnvolle Zeichen (hier: auf der Tastatur leicht eingebbar) eingegrenzt und mittels head auf die gewollte Länge gestutzt wird.

tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c10

Der auszugebene Zeichensatz läßt sich dabei wie folgt steuern:

  • [:alnum:] nur Buchstaben und Zahlen
  • [:alpha:] nur Buchstaben
  • [:digit:] nur Zahlen
  • [:graph:] nur durckbare Zeichen, außer Leerzeichen
  • [:lower:] nur Kleinbuchstaben
  • [:upper:] nur Großbuchstaben
  • [:xdigit:] nur hexadezimale Zeichen

Dies sind nur die für Passwörter sinnvollen Parameter. Wer Anderes benötigt, möge dies mit man tr nachlesen.

MacOS X

Benutzt man unter MacOS X Leopard den Einzeiler aus dem Linuxabschnitt, erhält man eine Fehlermeldung, die auf einen Fehler in Leopard zurückgeht:

#:~>tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c10
head: can't combine line and byte counts
tr: Illegal byte sequence

Diese Fehlermeldung taucht dann auf, wenn die LOCALE in LC_ALL einen anderen Wert als C hat (auf einem deuschen System ist dies mehrheitlich de_DE.UTF-8). Um diesen Fehler zu umgehen muß man also die Variable LC_ALL entsprechend anpassen und falls man in einem längeren Skript arbeitet nachher wieder auf den ursprünglichen Wert zurücksetzen:

#!/usr/bin/env bash
#
lc=$LC_ALL
LC_ALL=C
tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c10
LC_ALL=$lc

Dieses Skript liefert das gleiche Ergebnis wie der Einzeiler unter Linux, eine zehnstellige Zeichenfolge.

Gemischtes

Man kann dieses Skript aber noch aufhübschen. Ersetzt man head -c10 durch head -c ${1:-10} kann man die Passwortlänge einfach durch Übergabe eine Wertes steuern. Wird nichts übergeben, erfolgt standardmäßig eine zehnstellige Ausgabe. Eine weitere Verbesserung könnte sein, daß die Ausgabe gleich direkt in die Zwischenablage (vgl. Skripttipp #7: Datenaustausch zwischen Zwischenablage und Terminal) geschrieben wird. Dies ist praktisch, wenn man öfter Passwörter beim Surfen benötigt. Unter Linux erfolgt dies mit xclip, unter MacOS X mit pbcopy:

tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c ${1:-10} | xclip
tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c ${1:-10} | pbcopy

Zum Abschluss noch eine runde, komplette Lösung für MacOS X.

Für Macianer die gar nicht gerne mit dem Terminal arbeiten, gibt es die Möglichkeit den Passwortgenerator in die Menüleiste zu integrieren (vgl. Skripttipp #1: Bashskripte in die Menüzeile des Finders einbinden). Die einfachste Möglichkeit ist, ein Alias auf das Skript (oder auch das Skript selber) unter »~/Library/Scripts/« abzulegen. Bei dieser Variante können dem Skriptaufruf keine Parameter übergeben werden. Daher ist es besser, ein kleines AppleSkript zu schreiben, welches das Bashskript ggf. mit entsprechenden Parametern aufruft.
Eine Komplette Lösung, also Passwortgenerator in der Menüzeile und ein Alias in der .bashrc verweisen mit unterschiedlichen Parametern auf das Bashskript:

Das Skript
#!/usr/bin/env bash
#
# Dateiname     Passwortgenerator
# Autor         Globenaut
# erstellt      08.08.2009
# geändert      08.08.2009
# Beschreibung  Erzeugt pseudozufällige Zeichenfolgen für Passworte.
# Parameter     $1: Länge der Zeichenfolge 

pb=0
Zeichenvorrat='[:graph:]'
while getopts ':abcghkxz' Schalter
do
    case "$Schalter" in
        a ) Zeichenvorrat='[:alnum:]';;
        b ) Zeichenvorrat='[:alpha:]';;
        g ) Zeichenvorrat='[:upper:]';;
        k ) Zeichenvorrat='[:lower:]';;
        x ) Zeichenvorrat='[:xdigit:]';;
        z ) Zeichenvorrat='[:digit:]';;
        c ) pb=1;;
        \? ) echo 'Abbruch, da unbekannter Schalter: -'$OPTARG; exit;;
    esac
done
shift $((OPTIND - 1))

lc=$LC_ALL
LC_ALL=C
pw=`tr -dc "[:graph:]" < /dev/urandom | head -c ${1:-10}`
LC_ALL=$lc
if [ $pb == 1 ]; then
    echo -n $pw | pbcopy  
else
    echo $pw
fi  

exit 0
########## Weitere Erl?uterungen zum Skript ##########
# Schalter:
# -a Alphanumerische Zeichen [:alnum:].
# -b Nur Buchstaben [:alpha:].
# -c Wenn vorhanden wird die Zeichenfolge in die Zwischenablage geschrieben, ansonsten auf stdout ausgegeben.
# -g Nur Gro?buchstaben [:upper:].
# -h Ruft diese Hilfe auf.
# -k Nur Kleinbuchstaben '[:lower:].
# -x Nur hexadezimale Zeichen [:xdigit:].
# -z Nur Ziffern [:digit:].

Das AppleSkript
tell current application
 do shell script "~/bin/Passwortgenerator -c 10"
end tell

Der Pfad zum Skript muß ggf. angepasst werden und es muß in »~/Library/Scripts/« gespeichert werden. Jetzt steht der Passwortgenerator in allen Programmen in der Menüzeile zur Verfügung (sofern das Skriptmenü aktiviert ist, vgl. Skripttipp #1). Bei Anklicken der Menüzeile wird eine 10stellige pseudozufällige Zeichenfolge in die Zwischenablage geschrieben, gebrauchsfertig zum Einsetzen in Webformulare. Achtung: Die Zeichenfolge ggf. notieren, da Passwortfelder Selbige nicht anzeigen und sie nicht reproduzierbar ist!

Das Alias
alias pw='Passwortgenerator 20'

Bei Aufruf von pw im Terminal wird eine 20stellige Zeichenfolge auf der Kommandozeile ausgegeben.

Darüberhinaus hat man noch die Möglichkeit das Bashskript mit beliebigen Paramtern aufzurufen:

#:~>Passwortgenerator 35
#:~>S,/Eqzd)GDGHeSc%:]/#tQaUXr{&`~?rFgO
#:~>Passwortgenerator -c 40

Das Skript ist so eingestellt, daß nach der Zeichenfolge kein Umbruch ausgegeben wird, wenn sie in die Zwischenablage geschrieben wird (daher echo -n $pw), bei Ausgabe auf die Kommandozeile hingegen schon.

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Skripttipp #3: Mehrere Dateinamen in die Zwischenablage kopieren

von Globenaut am 5.5.08

Der Finder hat keinen Befehl um nur die Dateinamen der aktuellen Auswahl in die Zwischenablage zu kopieren. Ein kleines AppleSkript erledigt diese Aufgabe:

tell application "Finder"
 set Liste to selection
 set Namen to ""
 repeat with i in Liste
  tell i
   set Namen to Namen & (name of i) & return
  end tell
 end repeat
end tell
set the clipboard to Namen

Skript in »~/Library/Scripts/Applications/Finder« speichern und schon erscheint im Script-Menü, sofern der Finder vorne ist, ein entsprechender Eintrag. Falls nicht, ist evtl. das Script-Menü deaktiviert, näheres dazu hier.

Das Skript kopiert die Dateinamen wie sie im Finder angezeigt werden! Also je nach Einstellung für jede Datei, mit oder ohne Erweiterung.

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Skripttipp #1: Bashskripte in die Menüzeile des Finders einbinden

von Globenaut am 25.3.08

Gleich vorneweg, dieser Tipp ist nur für Benutzer von MacOS X sinnvoll, da er erklärt wie man Shellskripte in die Menüs der grafischen Benutzeroberfläche („Finder“) einbinden kann.

Apple bietet zwar seit Jahren die hauseigene Skriptsprache AppleSkript an, aber deren Beliebtheit hält sich irgendwie in Grenzen. Für viele Dinge ist sie einfach zu unhandlich. Seit Erscheinen von MacOS X steht dem Anwender auch die Welt der Bash mit ihren unzähligen Skripten offen. Oftmals ist es einfacher, ein fertiges Bashskript anzupassen, als das gleiche Problem (noch einmal) mit AppleSkript zu lösen. Doch nicht jeder möchte oder kann im Terminal arbeiten. In solchen Fällen kann man mit Hilfe eines kleinen AppleSkriptes jedes beliebige Bashskript über die Menüzeile aufrufen, denn AppleSkript kennt folgenden praktischen Befehl: do shell script "Skriptname einfügen".[1] Das einfachste AppleSkript sieht damit wie folgt aus:

tell application "Finder"
 activate
 do shell script "Skriptname einfügen"
end tell

Erfodert das Bashskript Parameter in Anführungszeichen, müssen diese in einfache Anführungseichen gesetzt werden oder durch \" maskiert werden:

tell application "Finder"
 activate
 do shell script "Skriptname einfügen 'Parameter einfügen'"
end tell

Der Befehl eignet sich natürlich auch, um in AppleSkpriten Ergebnisse aus der Bash zu verwenden:

tell application "Finder"
 activate
 ...
 set Woche to (do shell script "date '+%V'")
 set Tag to (do shell script "date '+%u'")
 ...
end tell

Jetzt muß das AppleSkript noch in der Menüzeile erscheinen:

  1. Sofern noch nicht geschehen, Script-Menü aktivieren:
    1. AppleScript-Dienstprogramm öffnen
    2. »Skriptmenü in der Menüleiste anzeigen« ankreuzen
  2. AppleSkript ablegen in »~/Library/Scripts/«

Wurde alles richtig gemacht, erscheint jetzt im ScriptMenü in der Menüzeile ein Eintrag mit dem Namen des AppleSkriptes. Durch Anlegen von Unterordnern behält man im Scripts-Ordner die Übersicht (Unterordner werden automatisch als Untermenüs dargestellt). Besondere Bedeutung kommt hierbei dem Unterordner »Applications« zu. Legt man in diesem Ordner weitere Unterordner mit einem Programmnamen an, erscheinen die darin abgelegten Skripte nur dann, wenn das Programm läuft und sich vorne befindet.

Es gibt noch einen zweiten Weg um schnell BashSkriptaufrufe mit dem Finder zu verbinden:

  1. Automator öffnen
  2. »Bibliothek einblenden« wählen
  3. Doppelklick auf »Shell-Skript« ausführen
  4. Skriptname eingeben
  5. »Sichern« aufrufen und dort Dateiformat »Programm« wählen und ebenfalls in »~/Library/Scripts/« an geeigneter Stelle ablegen.

Man könnte auch direkt ein Alias auf das Skript oder das Skript selber unter »~/Library/Scripts/« ablegen. Diese Variante hat aber den Nachteil, daß dem Aufruf keine Parameter für das Skript übergeben werden können. Daher ist es flexibler, die Möglichkeit mit dem AppleSkript zu benutzen.


Zum Abschluss ein kleines praktisches Anwendungsbeispiel der Verbidnung zwischen Bash, AppleSkript und grafischer Benutzoberfläche. Das Skript »Hole Wochenlog« holt mit dem Programm Interarchy von einem ftp-Server mittels sftp das jeweils aktuelle Wochenlog (z. B. access.log.08.gz) ab und legt es im richtigen Ordner ab:

tell application "Interarchy"
 activate
 show wTransfers
 
 set Jahr to year of (current date)
 set Woche to (do shell script "date '+%V'")
 set Tag to (do shell script "date '+%u'")
 if Woche < 10 then
  set Woche to "0" & Woche
 end if
 set Logdatei to "access.log." & Woche & "." & Tag
 
 set Ablageort to "Festplatte:Users:Anmibe:Homepage:Logs:access.logs "¬
  & Jahr & ":" & Logdatei
 fetch file Ablageort host "ftp.Domnain.xy" path "logs/" & Logdatei ¬
 user "xyz" protocol SFTPProtocol
end tell

  1. Technical Note TN2065 do shell script in AppleScript
    http://developer.apple.com/technotes/tn2002/tn2065.html

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